Über wildeschote

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Kräuter sammeln – und ab in den Topf damit!

Als begeisterte Bergsteigerin bin ich durch meine Kräuter-Liebe im Laufe der Jahre auf wilde Gemüse und Kräuter gestoßen, die ich gesammelt und bestimmt habe. So kamen außer der wilden Minze der Majoran dazu, Bärlauch, wilde Möhre, Löwenzahn, Spitzwegerich, Pilze, Beeren und zahlreiche Wildpflanzen mehr. Um diese sinnvoll zuzubereiten habe ich angefangen, meine Lieblingsrezepte in der Alltagsküche mit diesen Zutaten zu ergänzen und einige Zutaten zu ersetzen.

Gesund und kreativ, und gar nicht teuer und aufwendig

Uns steht eine Vielzahl an Schätzen in der Natur zur Verfügung, hochwertig und kostenlos. Das Grün von Radieschen z.B. verarbeite ich zu einem Pesto – eine köstliche Kombination aus milder Schärfe und Würze. Oder warum immer Basilikum in die Tomatensauce streuen? Grob gehackter Löwenzahn schmeckt auch sehr lecker. Zur Bärlauchzeit schnell ein „Hammerpesto“ selbst herstellen, genauso wie ein Pesto aus Löwenzahn und Brennnesseln. Und Giersch, welcher Gartenbesitzer kämpft nicht dagegen an? Ab in den Topf damit!

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Ist das nicht alles „Unkraut“?

Eher Urkraut :-). Und genau deshalb, weil es viele nicht mehr wissen, möchte ich es wieder ins Gedächtnis zurückrufen. Oder das, was oft als Abfall vom Gemüse abgerupft wird, wie z.B. die Blätter der Roten Beete. Das kann ein tolles Gemüse sein. Ich habe seit 5 Jahren einen Acker, auf dem ich alles anbaue, was in Oberbayern wächst: Salate, Karotten, Kohl aller Sorten, Kartoffeln usw. Und ich habe mich gefragt: das Grün der Karotten, die Blätter von der Roten Beete – wirklich alles in die Biotonne? Das sind sehr wertvolle Gemüse, die oft mehr Vitamine enthalten als die Knolle selbst. Eine sommerliche Minestrone mit den Blättern der Kohlrabiknollen zum Beispiel, sensationell würzig.

Und was machen wir im Winter?

Das Thema Konservierung ist ein wichtiger Punkt, damit wir auch im Winterhalbjahr auf diese Produkte zurückgreifen können. Ich stelle unterschiedliche Pesto-Variationen her, die in Gläschen gefüllt in der Eistruhe monatelang haltbar sind. Oder lege Gemüse in Öl oder Salz ein, koche Sirup in allen Geschmacksrichtungen, trockne und friere Pilze ein; die Möglichkeiten sind schier unendlich…

Ich freue mich sehr meine Ideen und Rezepte mit Euch zu teilen und wünsche Euch viel Spaß beim Schmökern! Das könnt Ihr auch auf www.ohfamoos.com, wo ich als Gastautorin blogge.

Meine schönsten Bergtouren finde ich hier: Berg Edition Reimer

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